Das sind die bisher besten Brettspiele des Jahres

Spiele funktionieren nur noch digital? Keine Spur, ganz im Gegenteil. Die Branche der Brettspiele boomt bereits seit einigen Jahren. Das beweisen nicht nur die zahlreichen neuen Spiele, die die deutschen Verlage jedes Jahr auf den Markt bringen, sondern auch die vielen Besucher der Spielmesse in Essen. Sie zeigen, dass das Interesse an guten und unterhaltsamen Brettspielen ungebrochen ist und weiterhin ansteigt. Die Bandbreite der Neuerscheinungen ist enorm und deckt die Genres Strategie, Familien, Science Fiction, Kinder, Abenteuer und Fantasy ab. Es muss nicht immer nur Activity oder Monopoly sein, die Auswahl an neuen spannenden Brettspielen ist auch dieses Jahr enorm. Wir stellen einige interessante Spiele für 2020 vor.

Auf in den Weltraum

Das Kartenspiel „Die Crew“ hat gute Chancen auf den Titel „Spiel des Jahres“. Die Teilnehmer machen sich als Astronauten auf in ein ungewisses Abenteuer. 50 spannende Missionen warten in diesem kooperativen Kartenspiel auf jene Spieler, die bereit sind den Weltraum zu erobern. Was einfach beginnt, wird zum Ende hin auch für die Profis unter den Brettspielen-Liebhabern eine große Herausforderung. Wer nicht ausreichend kommuniziert, wird bei „Die Crew“ schnell Probleme bekommen. Doch wie funktioniert das im Weltraum? „Die Crew“ ist für zwei bis fünf Spieler geeignet. Das empfohlene Mindestalter beträgt zehn Jahre. Der Preis für den Brettspiel-Kracher des Jahres beträgt 12 Euro.

Die Tiere arbeiten an ihrer Siedlung

Das Spiel „Everdell“ erregte bereits vor seiner Veröffentlichung großes Aufsehen. Der Verlag hatte auf Kickstarter eine Kampagne gestartete, bei der rund eine halbe Million Dollar für die Realisierung des neuen Spiels eingenommen wurde. Diese Investition sollte sich bezahlt machen. „Everdell „ist mehr als nur gelungen und kann sicher zu den großen Highlights dieses Jahres gezählt werden. Auf der Spiel 19 in Essen konnte man im Vorjahr das Brettspiel erstmals auch auf Deutsch in Aktion sehen und bei Gefallen gleich erwerben. Zweifellos ist „Everdell“ eines der optisch schönsten Brettspiele der letzten Zeit. Das Artwork ist toll gestaltet, als Highlight muss man aber den großen dreidimensionalen Baum anführen. Dieser dient als Karten- und Figuren-Ablage. Die Designer haben hier ganze Arbeit geleistet. Es handelt sich bei „Everdell“ um ein „Worker Placement“-Spiel. Das Volk der Teilnehmer, das sind Eichhörnchen, Igel, Mäuse und Schildkröten, arbeiten über einen langen Zeitraum an einer Siedlung. Man kann es alleine oder mit bis zu drei Mitspielern genießen. Geeignet ist es ab einem Alter von 13 Jahren. „Everdell“ kostet rund 60 Euro. Das ist zwar etwas teurer, doch es ist seinen Preis wert.

Die Tiere arbeiten an ihrer Siedlung
Die Tiere arbeiten an ihrer Siedlung

Im Auftrag ihrer Majestät

„Der Kartograf“ führt seine Spieler im Auftrag ihrer Majestät Königin Gimnax in die nördlichen Reiche. Diese sollten in das Königreich Nalos integriert werden, doch dazu muss das Land erst einmal vermessen werden. Daher zeichnen die Spieler Grenzlinien und Symbole auf einen Zeichenblock. Wer sich für kluge Grenzen entscheidet, kassiert dafür entsprechende Punkte. Dieses Flip & Write Spiel ist sehr variabel und kann daher oftmals wieder aufs Neue gespielt werden, ohne dass es langweilig wird. Die Teilnehmerzahl reicht von eins bis 100, der Preis von „Der Kartograf“ beträgt 29 Euro.