Die Spiel.digital 2020 bringt zahlreiche Brettspiele für Gamer

Seit mittlerweile 35 Jahren ist die Stadt Essen die Stadt der Spieler. Im Rahmen der Messe Spiel kommen unzählige Fans von Brettspielen, um die letzten Neuigkeiten zu sichten und gleich vor Ort zu testen. Doch diesmal mutiert die Spiel 20 zur Spiel.digital. Die Ereignisse des Jahres 2020 machten es für die Organisatoren unmöglich die Spiel-Messe in gewohnter Form abzuhalten. Von 22. bis einschließlich 25. Oktober wird die Messe erstmals in digitaler Form über die Bühne gehen. Die Freunde von Brettspielen erwarten zahlreiche Neuerungen. Asmodee, einer der Branchenriesen, hat sich bereits vor dem Start der Messe in die Karten blicken lassen.

Dieses Jahr fehlen den Entwicklern und Verlagen zwar die große Bühne und der Kontakt mit den Besuchern, doch die Arbeit geht trotzdem ungebrochen weiter. Fans hoffen, dass es auch dieses Jahr viele neue Ideen zu entdecken gibt und man sich in der virtuellen Shoppingmeile mit dem einen oder anderen spannenden Spiel eindecken kann. Asmodee überraschte schon in der Vergangenheit mit tollen Ideen, das sollte auch diesmal nicht anders sein.

Storytelling wird großgeschrieben

Ein solches Spiel könnte Call to Adventure sein. Dabei handelt es sich um ein echtes Highlight für die Fans von fantastischen Geschichten. Bei diesem Spiel steht die Charakterentwicklung im Vordergrund. Jede Figur hat ihre eigene Geschichte. Das kann sowohl ein Waisenmädchen, ein Adeliger, oder ein Knappe sein. Ziel des Spiels ist es, seine Figur im Laufe der Handlung weiterzuentwickeln und seine Geschichte auszugestalten. Dazu gibt es Hero-, bzw. Anti-Hero-Karten. Wer ihr seid, kristallisierte sich erst im Laufe des Spiels heraus. Wie man sieht, geht es hier vor allem um ein umfangreiches Storytelling. Dieses steht im Mittelpunkt von Call to Adventure.

Das ist auch bei Brettspiel Fallout nicht anders. Dieses Brettspiel ist zwar nicht neu, doch diesmal wird auf der Spiel.digital die mittlerweile zweite Erweiterung mit dem Namen Atomare Allianz vorgestellt. Damit sollen Probleme, die es noch im Grundspiel gab, behoben werden. Vor zwei Jahren kam Fallout auf den Markt und begeisterte als kompetitives Spiel. Doch was einige Spieler daran kritisierten, scheint nun behoben worden zu sein. Ursprünglich öffneten sich die Überlebenden gegenseitig Tür und Tor, das hat nun ein Ende. Bereits die erste Erweiterung von Fallout mit dem Namen Neu-Kalifornien beinhaltete kooperative Szenarien, das wird nun vom Entwickler auch in der zweiten Erweiterung fortgeführt. Das sollte die letzten kritischen Stimmen zum Spiel endgültig verstummen lassen. Das Franchise hat mittlerweile nicht nur unzählige Videospieltitel hervorgebracht, sondern soll auch als TV-Serie zu Amazon Video kommen.

Kooperation statt Konfrontation

Kooperation ist das Schlagwort, das zahlreiche neue Angebot prägt. Asmodee setzt in seinen Neuerscheinungen sehr auf Zusammenarbeit. Das betrifft beispielsweise auch das Spiel Forgotten Waters. Dort schlüpft der Spieler in die Rolle eines Piraten. Der leidet unter seinem verrückten Kapitän, der seine Piraten in die verrücktesten Abenteuer schickt. Eine halsbrecherische Mission jagt die andere, da bleibt keine Zeit zum Durchatmen. Die zahlreichen spannenden Missionen finden sich in einem Buch, das gleichzeitig der Mittelpunkt des Spiels ist. So muss man als Pirat genau das tun, wofür Piraten ebenso bekannt sind. Dabei geht es darum Schätze zu vergraben und Schiffe zu plündern. Jeder Pirat hat seinen eigenen Plan, doch um diesen auch umsetzen zu können, ist die Zusammenarbeit mit anderen Freibeutern zwingend notwendig. Das kann aber schnell auch zu Problemen führen. Der Spieler muss immer wieder entscheiden was ihm wichtiger ist. Ist es das Wohl seines Teams oder will er sein Ziel um jeden Preis erreichen? Hier kann man eine umfangreiche Piratenwelt erkunden und erforschen. Forgotten Wars bieten Spielspaß für viele Stunden. Zusätzlich zum Brettspiel gibt es auch noch eine App. Diese führt die Spieler durch die Missionen des Spiels. Unter dem Strich ergibt sich ein weiteres vergnügliches Brettspiel für Freunde fordernder Missionen.

Spieler

Genauso spannend wie Forgotten Wars zeigt sich auch eine weitere Neuerscheinung von Asmodee. In Yukon Airways dreht sich alles um die Wirtschaft. Diese Simulation befördert den Spieler zurück in das Jahr 1979. Dort agiert er als Manager einer Fluggesellschaft. Für den geht es darum möglichst viele Reisende zu jener Destination zu befördern, die sie wünschen. Die Passagiere werden im Spiel durch Würfel verkörpert. Mithilfe von Ticketkarten kann man sie zu einem Reiseziel befördern. Es kommt bei Yukon Airways also auf logistisches Geschick an. Wer einen erfolgreichen Transfer durchgeführt hat, kassiert dafür Geld und kann sich dadurch in Zukunft noch leichter organisieren. Wer das meiste Geld verdient, gewinnt das Spiel.

Das ist nur ein kleiner Auszug aus der Liste der Neuerungen, die Asmodee auf der Spiel.digital vorstellen wird. Auffallend ist, dass sich darauf zahlreiche Titel mit einer Videospiellizenz befinden. Das überrascht nicht allzu sehr, schließlich wachsen die beiden Bereiche immer mehr zusammen. Zahlreiche andere Wettkampf-erprobte Spiele wie Blackjack, lassen sich längst online und traditionell spielen. Im Fall von Asmodee zählen dazu beispielsweise Fallout, Bloodborne und World of Warcraft. Im Mittelpunkt der Brettspiele steht zweifellos das Thema Storytelling. Die Spiel.digital verspricht auf jeden Fall eine spannende Alternative zur herkömmlichen Form der Messe zu werden.