Frosthaven sammelt rund 13 Millionen Dollar bei Crowdfunding-Projekt ein

Die Crowdfunding-Webseite Kickstarter ist eine beliebte Plattform, wenn es darum geht, Investorengelder für ein geplantes Projekt einzusammeln. Das hat nun auch Frosthaven bewiesen. Das Spiel ist der Nachfolger des Brettspiels Gloomhaven von Cephalofair Games. Dieses hatte schon vor Jahren einen regelrechten Hype ausgelöst. Kein Wunder also, dass die Investoren Schlange standen, um bei der Finanzierung des möglichen nächsten Hits mit dabei zu sein. Insgesamt konnten die Entwickler 80.000 Unterstützer von ihrer Idee überzeugen, diese bezahlten insgesamt rund 13 Millionen Dollar. So wurde das Spiel zum bislang erfolgreichsten Crowdfunding-Brettspiel. Damit steht einer Realisierung von Frosthaven nichts mehr im Wege.

Darum geht es in Frosthaven

Wer den Vorgänger Gloomhaven schon kennt, wird sich auch bei Frosthaven schnell zurechtfinden. Als kleine Gruppe von Abenteurern machen sich die Spieler auf die Suche nach Ehre, Ruhm und Reichtum. Die Stadt Gloomhaven ist bereits überlaufen, daher geht es in das nördlich gelegene Frosthaven. Dort stehen verschiedene Szenarien zur Auswahl, angeblich sind das im fertigen Spiel bis zu 100 verschiedene. Welches tatsächlich gespielt wird, hängt von einer Reihe an Entscheidungen ab, die jedes Team treffen muss. Dabei erkundet man Verließe und sucht jeden Winkel nach Schätzen ab. Die Spieler erledigen die Aufgaben, die ihnen ihre Auftraggeber stellen. Frosthaven ist daher ein sogenannter Dungeon-Crawler.

Zahlreiche Feinde haben etwas dagegen, dass die Spieler Erfolg haben und stellen sich ihnen in den Weg. Doch je erfahrener man als Spieler im Verlauf von Frosthaven wird, desto gefährlicher werden auch die Gegner. Was das Brettspiel von anderen Dungeon-Crawlern unterscheidet, ist die Art, wie die Kämpfe ausgefochten werden. Dies passiert nicht durch Würfeln, sondern durch Taktieren. Dazu haben die Teilnehmer ein Kartendeck zur Verfügung, das die Lebenspunkte widerspiegelt. Gehen einem die Karten aus, startet die Aktion von neuem. Wer diese erfolgreich abschließt, kehrt nach Frosthaven zurück und tauscht seine Schätze und Erfahrungen gegen bessere Karten und Ausrüstungen.

Darum geht es in Frosthaven
Darum geht es in Frosthaven

Höher, schneller und weiter

Der enorme Erfolg lässt des Kickstarter-Projektes lässt sich auch daran ablesen, dass es bisher lediglich zwei Gadgets geschafft haben mehr Geld einzusammeln. Die Pebble-Smartwatch kassierte insgesamt 20 Millionen Dollar, der Coolest Cooler 13,3 Millionen Dollar. Allerdings hatten beide Projekte weniger Personen als Unterstützer. Das kommt nicht ganz überraschend, schließlich war bereits der Vorgänger von Frosthaven ein großer finanzieller und spielerischer Erfolg. Der Mix aus Storytelling, Legacy-Elementen, Kampagnen und Kämpfen kam extrem gut an. Gloomhaven erreicht in All-time-Rankings bis heute Top-Platzierungen.

Darauf setzten nun auch die Unterstützer von Frosthaven. Das Brettspiel soll dort weitermachen, wo sein Vorgänger aufgehört hatte. Die Chancen dafür stehen gut. Der Nachfolger baut auf dem spielerischen Grundgerüst von Gloomhaven auf und erweitert gleichzeitig die Möglichkeiten der Spieler dramatisch. Neue Mechaniken, die Möglichkeit die Stadt zu erweitern, viele neue Ausrüstungsgegenstände und Charaktere sollte ausreichen, um auch Frosthaven zu einem Erfolg zu machen. Immerhin spinnt sich die Spielerfahrung des Brettspiels diesmal über zwei Jahrzehnte mit jeweils anderen Herausforderungen für die Teilnehmer. Jetzt sind die Fans gespannt, ob Frosthaven die hochgesteckten Erwartungen erfüllen wird können.